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Logistikzentrum Ammelshain

Über Wreesmann

Unser Unternehmen wurde 1967 im ostfriesischen Ostrhauderfehn von Rita und Rolf Wreesmann gegründet und ist bis heute familiengeführt – mittlerweile in zweiter Generation. Wir sind mit Leib und Seele Einzelhändler und betreiben derzeit 126 Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In der Nähe von Ammelshain gibt es bereits WREESMANN-Märkte in Brandis, Kitzscher, Borna und Wurzen.

Als Nahversorger bieten wir über 30.000 Artikel aus den Sortimentsbereichen Bau- und Gartenmarkt, Drogerie- und Hygieneartikel, Camping, Spiel- und Haushaltswaren, Schreibwaren, Tierbedarf und Saisonware (z. B. Weihnachtsdekoration) an. Unsere Kunden schätzen uns für unser breites und gut präsentiertes Sortiment und für unsere attraktiven Preise.

Zur WREESMANN-Familie gehören derzeit über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Verkauf, im Lager und der Verwaltung arbeiten. Unsere Kultur ist von gegenseitiger Wertschätzung und offener Kommunikation ebenso geprägt wie von der Leidenschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das, was sie tun.

Unser Ansiedlungsvorhaben

WREESMANN befindet sich in einem kontinuierlichen Wachstumsprozess. Heute betreiben wir bereits 126 Märkte, bis zum Jahr 2030 möchten wir diese Zahl auf 200 Standorte erweitern. Mit diesem Wachstum steigt auch der Bedarf an leistungsfähigen Logistikkapazitäten. Deshalb planen wir den Bau eines neuen Logistikzentrums in Ihrer Gemeinde.

Der geplante Logistikstandort soll allerdings weit mehr sein als nur ein Ort für Warenumschlag: Neben der Logistik sollen auch moderne Büroflächen für unsere Verwaltung sowie ein Schulungszentrum entstehen, in dem wir neue Mitarbeiter für ihre Aufgaben bei WREESMANN aus- und weiterbilden können. In direkter Nähe zum Logistikstandort planen wir außerdem die Eröffnung einer neuen Filiale. Diese bringt nicht nur zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten in die Region, sondern soll zugleich als Schulungsfiliale für unsere neuen Kollegen dienen.

Die geplante Immobilie umfasst rund 50.000 m² Nutzfläche auf einem Grundstück von ca. 160.000 m². Damit schaffen wir eine zukunftssichere Basis für die Versorgung unserer Märkte und stärken gleichzeitig die regionale Wirtschaft.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die harmonische Einbindung in die Umgebung. Uns ist bewusst, dass ein Bauprojekt dieser Größe ein prägendes Element für die Landschaft darstellt. Deshalb gestalten wir die Logistikhalle so, dass sie sich ästhetisch und funktional in das Gesamtbild der Region einfügt. Dazu gehören:

  • Architektur mit klaren Linien und zurückhaltenden Farben, die sich in das Landschaftsbild einfügen
  • großzügig begrünte Außenflächen mit Bäumen, Sträuchern und Wiesen
  • Gestaltung der Fassaden, um die Dimensionen aufzulockern und das Gebäude optisch in die Natur einzubetten

Bei der Planung berücksichtigen wir selbstverständlich alle Grundsätze von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Immobilie wird nach den hohen Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB-Gold-Zertifizierung) errichtet – ein Garant für umweltgerechtes, energieeffizientes und zukunftsfähiges Bauen.

Warum Ammelshain?

Karte Ammelshain

In vergleichenden Analysen und Berechnungen durch unabhängige Logistik-Experten hat sich gezeigt, dass der Standort Ammelshain aufgrund seiner zentralen Lage, der guten Straßenanbindung und der Nähe zu unseren Filialen optimale Voraussetzungen für unser neues Logistikzentrum bietet. Die Lage ermöglicht kurze Lieferwege, reduziert den Fahraufwand und spart eine erhebliche Anzahl an gefahrenen Kilometern ein.

Die mit dem neuen Standort verbundenen Logistikoptimierungen führen nicht nur zu deutlich kürzeren Lieferwegen, sondern auch zu einer spürbaren Verringerung der CO₂-Emissionen. Das entlastet die Umwelt und ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im täglichen Warenverkehr.

Darüber hinaus überzeugt der Standort durch seine direkte Anbindung an die Autobahn A14. Damit bietet Ammelshain beste Voraussetzungen für eine zuverlässige, schnelle und effiziente Warenverteilung. Zusätzlich profitieren wir von der Nähe zum Container-Terminal Leipzig sowie zum Flughafen Leipzig/Halle.

Was hat die Gemeinde davon?

Ammelshain soll künftig die zweite Zentrale des Unternehmens sein. Damit wird der Standort nicht nur für uns, sondern auch für die gesamte Gemeinde von besonderer Bedeutung. Denn mit dem Bau und Betrieb unseres Logistikzentrums entstehen zahlreiche positive Effekte für die Region:

Gewerbesteuereinnahmen

Durch die Ansiedlung entstehen für die Gemeinde regelmäßige Gewerbesteuereinnahmen. Diese stärken dauerhaft den kommunalen Haushalt und eröffnen der Gemeinde neue Möglichkeiten, in wichtige Bereiche wie Infrastruktur, Bildung und die allgemeine Daseinsvorsorge zu investieren.

Neue Arbeitsplätze vor Ort

Die Ansiedlung schafft zahlreiche Arbeitsplätze und zwar nicht nur im Bereich Logistik, sondern auch für Führungskräfte und Verwaltungsange-stellte. Künftig soll zudem das Büro unserer Geschäftsführung in Ammelshain angesiedelt sein. Insgesamt wird die Belegschaft vor Ort aus 60 bis 80 Mitarbeitern bestehen.

WREESMANN-Filiale

Wir planen im Gewerbegebiet „Am ehemaligen Wasserwerk Ammelshain“ den Neubau einer Wreesmann-Filiale. Damit sorgen wir direkt in Ihrer Nachbarschaft für eine bequeme Versor-gung mit Waren des täglichen Bedarfs - schnell, nah und unkompliziert.

Nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen unserer nachhaltigen Planung wird der verrohrte Graben auf dem Grundstück offen-gelegt, wodurch wichtige Funktionen für Wasser-führung und Ökologie zurückkehren. Auch die Begrünung des Geländes sorgt für eine deutliche ökologische Aufwertung. Zusätzlich setzen wir auf modernste LKWs mit Doppeldeck-Kapazitäten und auf eine Photovoltaikanlage zur umwelt-freundlichen Stromerzeugung.

Regionale Wertschöpfung

Von der Bauphase bis zum Betrieb profitiert die regionale Wirtschaft: Handwerks-, Bau- und Planungsbetriebe sowie Zuliefer- und Servicedienstleister werden einbezogen, sodass ein großer Teil der Investitionen in der Region bleibt. Laut hiesiger Wirtschaftsförderungs-gesellschaft (Invest Region Leipzig) entstehen so neue Aufträge und Arbeitsplätze, die langfristig die Stabilität und Zukunft der Gemeinde sichern.

Rückblick und Planung

Die nachfolgenden Planungsdaten basieren auf dem derzeitigen Stand der bekannten Annahmen und können sich im weiteren Verlauf noch zeitlich verschieben. Mit der nachstehenden Chronologie möchten wir Bürgerinnen und Bürgern nicht nur einen Rückblick auf die bisherigen Schritte geben, sondern auch aufzeigen, an welchen Stellen im weiteren Prozess eine Beteiligung möglich ist und wie Hinweise und Anregungen in die Planung einfließen können. Ergänzend dazu ist auch der Stadtrat fortlaufend in das Verfahren eingebunden – wichtige Weichenstellungen erfolgen im Rahmen von öffentlichen Sitzungen durch entsprechende Beschlüsse.

Februar 2024: erste Informationsveranstaltung

Bereits in einer sehr frühen Planungsphase und noch vor Beginn des Bebauungsplanverfahrens, informierte WREESMANN die Bürgerinnen und Bürger in der Turnhalle Ammelshain über das geplante Logistikprojekt.

März 2024: Beschlussfassung durch den Stadtrat

Der Aufstellungsbeschluss markiert den Beginn des Bebauungsplanverfahrens. Mit ihm hat der Stadtrat die Absicht zur Planaufstellung markiert. Zuvor wurde der Ortschaftsrat angehört. Alle Bürgerinnen und Bürger wurden hierzu öffentlich informiert.

April 2024: Vorabfrage bei den Behörden

Bei der Vorabfrage wurden mögliche Auswirkungen des Bebauungsplans auf die Umwelt mit den zuständigen Behörden besprochen. Es wurde festgelegt, welche Aspekte genauer betrachtet und gutachterlich begleitet werden.

Mai 2024 bis Oktober 2025: Gutachtenerstellung

Auf Grundlage der Vorabfrage wurden umfassende Gutachten zu den wichtigen Umweltaspekten erstellt. Die gewonnenen Erkenntnisse und daraus abgeleiteten Maßnahmen fließen nun in den ersten Vorentwurf des Bebauungsplans ein.

November 2025: zweite Informationsveranstaltung

Am 8. November 2025 sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über den aktuellen Stand des Ansiedlungsvorhabens zu informieren. Vertreter der Firma Wreesmann sowie fachkundige Experten stehen vor Ort für Fragen zu verschiedenen Themen bereit.

November 2025: erneute Entscheidung im Stadrat

Dem Stadtrat wird vorgeschlagen, einen Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (z. B. Energieversorger, Feuerwehr, Vertreter der Landwirtschaft, weitere Behörden) sowie der Bürgerschaft zu fassen. Auch in diesem Fall erfolgt zuvor eine Anhörung des Ortschaftsrates.

Dezember 2025: frühzeitige Beteiligung

Unter der Voraussetzung, dass der Stadtrat den entsprechenden Beschluss gefasst hat, beginnt die Phase der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Bürgerschaft. Diese dauert voraussichtlich vier bis sechs Wochen. Anmerkungen und Hinweise aus der Bevölkerung können in diesem Zeitraum in Form einer Stellungnahme bei der Stadt Naunhof eingereicht werden.

Januar bis März 2026: Entwurf des Bebauungsplanes

Auf Grundlage der in der frühzeitigen Beteiligung eingegangen Stellungnahmen wird der Vorentwurf des Bebauungsplanes weiter ausgearbeitet und es entsteht der Entwurf, der unter anderem die zeichnerische Darstellung der bebaubaren Fläche enthält.

März 2026: weitere Beschlussvorlage für den Stadtrat

Der Entwurf wird dem Ortschaftsrat erneut zur Anhörung und dem Stadtrat zur Entscheidung über die Offenlage des Bebauungsplans vorgelegt.

April 2026: erneute Beteiligung der Öffentlichkeit

Unter der Voraussetzung, dass der Stadtrat den entsprechenden Beschluss gefasst hat, werden die Träger öffentlicher Belange sowie die Bürgerschaft während einer vier bis sechs Wochen andauernden Phase erneut beteiligt und zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. Die entsprechenden Unterlagen können während dieses Zeitraums im Rathaus eingesehen werden.

Mai 2026: Finalisierung des Bebauungsplanes

Die in Form von Stellungnahmen eingegangenen Hinweise, Anregungen, Bedenken und Wünsche werden geprüft und in die weitere Planung einbezogen. Der Bebauungsplan entsteht.

Sommer 2026: weitere Entscheidung des Stadtrates

Nach der Anhörung des Ortschaftsrats kann der Stadtrat die Annahme oder Ablehnung des Bebauungsplans beschließen. Dieser Beschluss ist entscheidend für die Verbindlichkeit des Planes. Er wird öffentlich bekannt gemacht.

3. Quartal 2026: Stellung eines Bauantrages

Mit dem Bauantrag prüft die Bauaufsichtsbehörde, ob das Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes und den bauordnungsrechtlichen Anforderungen entspricht. Danach erteilt die Behörde die Baugenehmigung.

4. Quartal 2026: Erhalt der Baugenehmigung und Baustart

Nach dem Baustart wird es ca. 12 Monate dauern bis der Bau abgeschlossen ist.

Nachhaltigkeit und Umwelt

Unser Ansiedlungsvorhaben möchten wir verantwortungsvoll mit den Schutzinteressen von Anwohnern und Natur in Einklang bringen. Deshalb wurden verschiedene Gutachten erstellt, die mögliche Auswirkungen sorgfältig prüfen. Die wichtigsten Ergebnisse und geplanten Schutzmaßnahmen stellen wir Ihnen hier kurz vor:

Nachhaltigkeit Symbol

Umgebungsgeräusche

in umfangreiches Schall-Gutachten hat untersucht, wie laut es künftig durch den Betrieb des geplanten Logistikzentrums rund um das Bebauungsgebiet werden kann. Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Der Betrieb verursacht keinen relevanten Lärm für die Anwohner und die Geräusche liegen auf einem Niveau, das die Lebensqualität nicht beeinträchtigt. Vorsorglich wird es weitere Schutzmaßnahmen geben: Eine Schallschutzwand entlang der Zufahrtsstraße schützt die Anwohner zusätzlich und die LKW-Verladung erfolgt ausschließlich auf der Autobahnseite, also ortsabgewandt. Zudem wirkt das neue Gebäude selbst abschirmend und reduziert den Autobahnlärm, sodass sich die Lärmsituation insgesamt sogar verbessert.

Hochwasserschutz

Um sicherzustellen, dass durch das Bebauungsgebiet keine zusätzlichen Überschwemmungsrisiken entstehen, wurden zuvor umfangreiche Erkundungen durchgeführt, darunter Bohrungen und Probeschachtungen mit Versickerungsversuchen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchungen sind konkrete Maßnahmen geplant: Das Regenwasser wird nicht in den Abwasserkanal geleitet, sondern stattdessen vor Ort gesammelt, zurückgehalten und in naturnahen Regenrückhaltebecken versickert. Ein Teil des Regenwassers wird zeitversetzt und gedrosselt in die Faule Parthe geleitet. Das entspricht im Prinzip dem natürlichen Abfluss eines unbebauten Geländes. Durch diesen Zeitversatz und die Drosselung entstehen sogar bessere Bedingungen als vorher, sodass die Fläche keinen zusätzlichen Überschwemmungsdruck auf die Gemeinde ausübt.

Trinkwasserschutz

Das geplante Bebauungsgebiet liegt nur im Randbereich eines Trinkwasserschutzgebiets. Unter-suchungen zeigen, dass keine negativen Auswirkungen auf das Schutzgebiet zu erwarten sind. Durch die Versickerung des Regenwassers vor Ort entstehen sogar bessere Bedingungen als vorher, sodass das Trinkwasserschutzgebiet geschützt bleibt.

Flächenverbrauch

Das geplante Bebauungsgebiet liegt derzeit auf Ackerland, das im Moment nur wenig ökologischen Wert bietet, da es intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Durch das Vorhaben entstehen deutlich mehr naturnahe Flächen: Rund um die Bebauung werden zahlreiche Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt, wodurch die Biodiversität steigt. Außerdem wird ein bisher verrohrter Graben wieder geöffnet und naturnah gestaltet, was neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft, mehr Versickerung ermöglicht und die Artenvielfalt erhöht. Insgesamt führt das Vorhaben dazu, dass die Fläche trotz Bebauung ökologisch wertvoller wird als das ursprüngliche Feld. Das großzügige Verhältnis von Gesamtfläche zur Baufläche sorgt dafür, dass die Natur ausreichend Raum behält.

Verkehr

Für das Vorhaben wurde eine umfassende Verkehrsuntersuchung durchgeführt. Die Anbindung des neuen Logistikzentrums erfolgt direkt an der Autobahnauffahrt und wird über eine neue Ampelkreuzung geregelt. Diese Kreuzung sorgt dafür, dass die Verkehrsströme geordnet und sicher abgewickelt werden und der Verkehr direkt auf die Autobahn fließt. Durch diese direkte Anbindung wird der Ort bestmöglich vor zusätzlichem Verkehr geschützt. Insofern gehen Fachleute nicht davon aus, dass in der Ortschaft Ammelshain ein höheres Verkehrsaufkommen entstehen wird. Auch das Risiko von Schleichverkehr ist äußerst gering, da die neue Ampelkreuzung den direkten und schnellsten Weg bietet. Damit ist sichergestellt, dass das Logistikzentrum den Verkehr nicht in die Wohngebiete lenkt, sondern gezielt auf die übergeordneten Straßen.

Artenschutz

Das Gelände wurde im Vorfeld sehr sorgfältig auf geschützte Tierarten untersucht. Im Feldbereich, also genau dort, wo gebaut werden soll, wurden keine geschützten Arten festgestellt, da es sich um intensiv genutztes Ackerland handelt. Vorkommen gab es lediglich im Randbereich, wo nicht gebaut wird. Durch die Nutzung des Geländes gemäß unserer Planung entfallen künftig regelmäßige Eingriffe wie Ernte und Bodenbearbeitung, wodurch Tiere nicht mehr durch landwirtschaftliche Maschi-nen beeinträchtigt oder verletzt werden können. Zusätzlich werden durch Maßnahmen wie die Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Stauden, die Offenlegung eines bisher verrohrten Grabens sowie das Anbringen von Nistkästen gezielte ökologische Verbes-serungen im Umfeld umgesetzt. Insgesamt bedeutet das Vorhaben eine ökologische Aufwertung mit mehr Lebensräumen und größerer Artenvielfalt im Vergleich zur bisherigen Feldfläche.